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Vom Praktiker für Praktiker: Gefühlsstau im Unternehmen

Gefühlsstau im Unternehmen  ist jetzt in 2ter Auflage im Buchhandel. Die Eingrenzung auf typische Engpass-Situationen im Alltag werden ergänzt um passende Selbstreflektionen. Ein Anspruch ist hierbei, mit Humor und Spaß auch komplexe hinderliche Verhaltensmuster besser zu durchschauen und aufzulösen. 

Ich freue mich auf eine rege Diskussion....

 

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Leseprobe

 
Heute ist vor dem Hintergrund flüchtiger Organisationen und einem völlig veränderten Mitarbeitergefühl (unselbständig Selbständige) vermehrt eine nur schwer durchschaubare Machtstruktur erkennbar. Vielfach führen Ohnmächtige Ohnmächtige. Eine Rollenunklarheit besteht häufig auf beiden Seiten, der des Managements genauso wie auf Seiten der Mitarbeitervertretungen. Rollenklarheit zu gestalten, geht in der Alltagsarbeit häufig unter. Der zunehmende Druck, anstelle klassischer Linienaufgaben und den damit einhergehenden Funktionen über Projektarbeit, „make-or-buy“-Entscheidungen, Outsourcing, neue Formen der indirekten Steuerung etc. scheinbare Lösungen zu stabilisieren, führt zu einem Arbeitsgefühl, geprägt von „wir können ja nicht anders“ und erzeugt oftmals Frust und Müdigkeit bei allen Beteiligten. Rollenirritationen sind an der Tagesordnung.
 
Die Effizienz bleibt dabei auf der Strecke. Das Wandern im Nebel ohne Ortungsinstrumente, vom GPS bis hin zur Taschenlampe, macht wenig Spaß und letzte Vertrauensreserven von  Mitarbeitern, aber zunehmend auch von Kunden und Geschäftspartnern, werden durch das Gefühl der Unsicherheit aufgezehrt.
 
Für jeden ist erkennbar, dass seither gelebte Muster in der „vertrauensvollen Zusammenarbeit“ immer mehr vermisst werden. Dies gar nicht so sehr wegen mangelnden Willens, sondern wegen nicht mehr vorhandenen Möglichkeiten, autonom als System Spielregeln aufrechtzuerhalten und diese einzuhalten. Der Druck von außen ist enorm und mindert Managementkompetenz auf beiden Seiten. Dabei ist es möglich, die versteckten Fallen auf diesem Weg zu erkennen und zu beseitigen. Gewinnerorganisationen gestalten ihre betrieblichen Strukturen und Leistungsprozesse rechtzeitig so, dass sie am Markt weiterhin erfolgreich bleiben.
 
Und genau hier setzt Training, Supervision und Coaching an. Kompetente Klienten unternehmen hier eine Reise, um möglichen Ursachen der Gefühlstaubheit auf der Strecke der eigenen Einschärfungen und aktuell nicht mehr tauglichen Glaubensmuster auf die Schliche zu kommen. Die einzelnen Schulen der Transaktionsanalyse und die der Bindungstheorie geben hierfür einen verständlichen Rahmen. Für solche Gestalter, die eher an der Rolle des Depressionsstaubsaugers festhalten oder eben auch nur lauwarm frustriert sind, kommen diese Möglichkeiten eher selten in Betracht.
 
Dies ist ein Buch vom Praktiker für Praktiker. Die Schwerpunkte liegen auf den praktischen Anwendungsfeldern der Transaktionsanalyse und den gut vermittelbaren Ansätzen der Bindungs-Theorie. Es ist die Kombination beider Schulen, mit denen ich seit den frühen 1980-zigern arbeite.
 
Neben Beschreibungen der jeweiligen Themen ist durchgängig über Skalierungsbögen eine Selbstreflektion möglich. Ich empfehle hierbei, parallel zur händischen Auswertung zusätzlich ein Diktiergerät zu nutzen, quasi einzelne Bereiche zu vertonen. Einige dieser Eigenchecks sind auch auf meiner Internetseite www.mvw-training.de abrufbar.
 
 
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